Brandschutz-Software wechseln: So kommen Prüfung und Rechnung in ein System
Die Prüfung vor Ort dauert ein paar Minuten. Bis daraus eine Rechnung wird, vergehen in vielen Brandschutzbetrieben Tage. Das liegt selten am Techniker und fast nie am Büro, sondern an der Software dazwischen: eine Prüf-App hier, ein Rechnungsprogramm da und eine Excel-Liste für alles, was nicht zusammenpasst.
Wer seine Brandschutz-Software wechseln will, hat meist zwei Sorgen: Was passiert mit den Daten aus all den Jahren? Und wie lange steht der Betrieb still? Dieser Leitfaden beantwortet beide Fragen. Sie erfahren, woran Sie erkennen, dass sich ein Wechsel lohnt, was doppelte Datenerfassung im Jahr kostet, warum die E-Rechnung 2027 den Zeitpunkt vorgibt und wie der Umstieg zu GUEPARDO in fünf Schritten abläuft.
Drei typische Ausgangslagen in Brandschutzbetrieben
Kaum ein Betrieb hat seine Software am Reißbrett geplant. Sie ist gewachsen, mit jedem neuen Kunden, jeder neuen Prüfart und jeder neuen Vorschrift. In unseren Gesprächen begegnen uns vor allem drei Ausgangslagen.
Prüf-App plus separates Rechnungsprogramm
Die Techniker prüfen auf dem Tablet, und das klappt gut. Danach beginnt die Arbeit im Büro: Prüfergebnisse exportieren, ins Rechnungsprogramm übernehmen, Material nachtragen, Preise kontrollieren. Kunden und Artikel gibt es zweimal, jede Änderung muss an zwei Stellen gepflegt werden. Mängel bleiben in der App, und das Reparaturangebot entsteht, wenn überhaupt, von Hand.
Die gewachsene Branchenlösung
Das System läuft seit vielen Jahren und kennt den Betrieb in- und auswendig. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen schneller als die Software: mobile Prüfung, Kundenportal, digitale Unterschrift, E-Rechnung. Neues wird angebaut statt eingebaut, und nebenher entsteht doch wieder eine Excel-Liste.
Papier, Word und Excel
Gerade kleinere Betriebe arbeiten noch mit Prüfkarten, Word-Vorlagen und Tabellen. Das geht gut, solange alles im Kopf einer Person zusammenläuft. Spätestens mit dem zweiten Techniker oder der ersten Nachfrage eines Sachverständigen wird es eng.
So verschieden die Ausgangslagen sind, das Muster ist dasselbe: Zwischen Prüfung und Rechnung klafft eine Lücke, und diese Lücke füllt ein Mensch.
Sechs Anzeichen, dass sich ein Wechsel lohnt
Gehen Sie die Liste kurz durch und zählen Sie mit:
Prüfergebnisse werden im Büro abgetippt oder per Export übertragen.
Die Rechnung entsteht Tage nach der Prüfung, nicht am selben Tag.
Kunden, Objekte und Artikel werden in mehr als einem Programm gepflegt.
Aus festgestellten Mängeln wird selten ein Reparaturangebot.
Prüfberichte werden einzeln zusammengestellt und von Hand verschickt.
Ob Ihr System ab 2027 E-Rechnungen direkt aus dem Auftrag erzeugt, ist unklar.
Ab zwei Treffern verlieren Sie jeden Tag Zeit, die Sie nirgends abrechnen können. Ab vier Treffern lohnt sich ein konkreter Blick auf die Alternativen.
Was doppelte Datenerfassung kostet: ein Rechenbeispiel
Die Kosten der Lücke tauchen in keiner Rechnung auf, deshalb werden sie unterschätzt. Ein einfaches Rechenbeispiel:
10 Minuten Nacharbeit je Auftrag (übertragen, abgleichen, nachfragen)
15 Aufträge am Tag
220 Arbeitstage im Jahr
Das ergibt 550 Stunden im Jahr, fast 14 Wochen Vollzeit. Dazu kommen Kosten, die sich schwerer messen lassen: vergessene Positionen, die nie abgerechnet werden, Mängel, aus denen kein Auftrag wird, und Rückfragen von Kunden, weil der Prüfbericht noch fehlt.
Setzen Sie ruhig Ihre eigenen Zahlen ein. Schon fünf Minuten je Auftrag ergeben bei 15 Aufträgen am Tag 275 Stunden im Jahr. Warum Abwarten am Ende meist teurer ist als ein Wechsel, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Die versteckten Kosten veralteter Brandschutz-Software.
E-Rechnung ab 2027: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Für das Ausstellen gelten Übergangsfristen, und die laufen jetzt aus:
Ab 1. Januar 2027 müssen Betriebe mit mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr Rechnungen an andere Unternehmen als E-Rechnung ausstellen.
Ab 1. Januar 2028 gilt die Pflicht für alle Betriebe.
Als E-Rechnung zählen strukturierte Formate nach der europäischen Norm EN 16931, etwa die XRechnung oder ZUGFeRD ab Version 2.0.1. Eine PDF, die per Mail verschickt wird, ist keine E-Rechnung.
Ausgenommen sind unter anderem Kleinbetragsrechnungen bis 250 €.
Die Einzelheiten erklärt das Bundesfinanzministerium in seinen Fragen und Antworten zur E-Rechnung. Im Oktober 2026 kamen weitere Detailregeln hinzu, etwa zu Abschlags- und Schlussrechnungen. Ob und ab wann Ihr Betrieb betroffen ist, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.
Für Brandschutzbetriebe heißt das: Wer seine Rechnungen heute in einem separaten Programm schreibt, muss den Rechnungsweg ohnehin anfassen. Das ist der Moment, Prüfung und Rechnung zusammenzulegen, statt nur das Rechnungsprogramm zu aktualisieren.
GUEPARDO erstellt Rechnungen als ZUGFeRD-Rechnung (Factur-X), also als PDF mit eingebetteten XML-Daten, und als XRechnung, mit Leitweg-ID für öffentliche Auftraggeber. Die Rechnung entsteht direkt aus dem Auftrag, ohne Zwischenschritt. Eingehende ZUGFeRD-Rechnungen Ihrer Lieferanten liest GUEPARDO ein, statt dass sie im Büro abgetippt werden.
So sieht ein Auftrag aus, wenn alles in einem System läuft
In GUEPARDO gibt es keine Übergabe zwischen Programmen, weil es nur eines gibt:
Termin: Fällige Prüfungen erkennt GUEPARDO automatisch. Termine lassen sich mit Microsoft 365 abgleichen.
Auftrag: Kundendaten und die zu prüfenden Anlagen landen im Arbeitsauftrag auf dem iPad. Die Techniker arbeiten auch offline.
Prüfung: Anlage per QR-Code aufrufen, Checkliste abarbeiten, Mängel aus dem Katalog übernehmen, mit Fotos und Videos.
Unterschrift: Der Kunde bestätigt die Arbeiten direkt auf dem iPad.
Bericht: Der Berichtsgenerator erstellt den Prüfbericht und verschickt ihn per E-Mail.
Rechnung: Die abrechenbaren Leistungen ermittelt GUEPARDO anhand der hinterlegten Logik. Die Rechnung entsteht per Klick, als E-Rechnung und mit Export an DATEV.
Dazu kommt, was zwischen getrennten Programmen sonst verloren geht: Jeder Mangel bleibt als Datensatz erhalten und lässt sich per Klick in ein Reparaturangebot umwandeln. Mehr dazu im Beitrag zur smarten Mängelverwaltung. Ihre Kunden sehen Prüfberichte, offene Mängel und die Wartungshistorie im Kundenportal. Alle Funktionen im Überblick finden Sie auf der Seite zu GUEPARDO Fire.
„Und unsere Daten?“ So läuft die Datenübernahme
Die Sorge um die Daten ist der häufigste Grund, warum Betriebe einen Wechsel aufschieben. Deshalb vorab: Wir übernehmen immer alle Daten aus Ihrem bisherigen System.
Alle Daten: nicht nur Stammdaten wie Kunden und Artikel, sondern auch Objekte, Anlagen sowie Verkaufs- und Einkaufsbelege.
Probeübernahmen: Während der Einführung übernehmen wir die Daten mehrfach. So prüfen Sie in Ruhe, ob alles stimmt, bevor es ernst wird.
Festpreis: Für verbreitete Branchenlösungen bieten wir die Datenübernahme als Festpreis-Paket an. Bei allen anderen Systemen sehen wir uns Ihre Daten vorher an und sagen Ihnen danach verbindlich, was möglich ist.
Was in Ihrem alten System steckt, steht danach in GUEPARDO.
Auch beim Speicherort bleiben Sie unabhängig. Ihre Daten liegen auf einem Server in Ihrem Unternehmen oder auf einem angemieteten Server im Rechenzentrum, aber nie gemeinsam mit den Daten anderer Betriebe. Warum das wichtig ist, erklärt unser Beitrag zur Datensouveränität im Brandschutz.
Der Wechsel zu GUEPARDO in fünf Schritten
Erstberatung (30 Minuten): per Video, kostenlos und unverbindlich. Sie erzählen, wie Sie heute arbeiten, wir zeigen, wie das in GUEPARDO aussehen würde.
Datencheck und Angebot: Wir sehen uns Ihre Daten und Abläufe an. Danach erhalten Sie ein klares Angebot statt einer groben Schätzung.
Installation: Die Installation ist an einem Tag erledigt, auf Ihrem Server oder im Rechenzentrum. Danach folgt die erste Datenübernahme.
Innendienst: Wir schulen den Innendienst, richten das System gemeinsam mit Ihnen ein und stimmen die Schritte bis zur Umstellung ab. In dieser Phase finden mehrere Probeübernahmen statt.
Außendienst und Start: Kurz vor der Umstellung schulen wir die Techniker. Direkt danach folgt die finale Datenübernahme, und Ihr Betrieb arbeitet vollständig mit GUEPARDO.
In der Regel dauert der Wechsel ein bis drei Monate. Die Zeit brauchen Betriebe vor allem, um die Funktionen kennenzulernen und das System auf ihre Abläufe einzustellen. Den Stichtag bestimmen Sie selbst: Ein Wechsel ist an jedem Tag im Jahr möglich, nicht nur zum Monats- oder Jahresende.
Checkliste: Diese Fragen sollte Ihre neue Brandschutz-Software beantworten
Egal, für welches System Sie sich entscheiden: Mit diesen Fragen vergleichen Sie Anbieter auf Augenhöhe.
Entsteht die Rechnung direkt aus dem Prüfauftrag, ohne Export und Import?
Erzeugt das System E-Rechnungen als XRechnung und als ZUGFeRD, auch mit Leitweg-ID?
Arbeiten die Techniker auf dem Tablet auch ohne Netz?
Werden Mängel aus einem Katalog erfasst, und lassen sie sich direkt in Angebote umwandeln?
Werden Prüfberichte automatisch erstellt und versendet?
Welche Daten werden aus dem Altsystem übernommen, und wie oft wird vorher getestet?
Wo liegen die Daten, und wer hat Zugriff darauf?
Wie lange dauert die Einführung, und wer schult Innen- und Außendienst?
Gibt es eine Schnittstelle zur Buchhaltung, etwa zu DATEV?
Wenn Sie wissen möchten, wie GUEPARDO diese Fragen beantwortet: Buchen Sie eine kostenlose Erstberatung.
Häufige Fragen zum Wechsel der Brandschutz-Software
Wie lange dauert der Wechsel zu einer neuen Brandschutz-Software?
Bei GUEPARDO in der Regel ein bis drei Monate. Die Installation selbst ist an einem Tag erledigt. Die übrige Zeit dient dazu, das System gemeinsam einzurichten und Innen- und Außendienst zu schulen.
Welche Daten werden übernommen?
Alle. Wir übernehmen immer sämtliche Daten aus Ihrem bisherigen System, nicht nur die Stammdaten, sondern zum Beispiel auch Objekte, Anlagen sowie Verkaufs- und Einkaufsbelege. Die Übernahme wird vor dem Start mehrfach durchgeführt, damit Sie das Ergebnis prüfen können.
Müssen wir zum Jahreswechsel umstellen?
Nein. Den Stichtag bestimmen Sie selbst, ein Wechsel ist an jedem Tag im Jahr möglich.
Kann GUEPARDO E-Rechnungen erstellen?
Ja. GUEPARDO erstellt Rechnungen als ZUGFeRD-Rechnung (Factur-X) und als XRechnung, mit Leitweg-ID für öffentliche Auftraggeber. Eingehende ZUGFeRD-Rechnungen von Lieferanten lassen sich einlesen.
Wo liegen unsere Daten?
Auf einem Server in Ihrem Unternehmen oder auf einem angemieteten Server im Rechenzentrum. Ihre Daten liegen nie gemeinsam mit den Daten anderer Nutzer auf einem Server.
Was kostet ein Wechsel?
Das hängt vor allem vom bisherigen System und vom Umfang ab. Für verbreitete Branchenlösungen gibt es die Datenübernahme als Festpreis-Paket. Bei anderen Systemen sehen wir uns Ihre Daten vorher an und nennen Ihnen dann einen verbindlichen Preis. Die Erstberatung ist kostenlos.
Läuft GUEPARDO auf Windows und Mac?
Ja. Die Desktop-Anwendung gibt es für Windows und macOS sowie als Web-Client. Die mobile App ist für das iPad optimiert.
Weitere Antworten zu Systemvoraussetzungen, Projektablauf und Hosting finden Sie in unseren FAQs.
Fazit: eine Lücke weniger
Der Wechsel der Brandschutz-Software ist kein Sprung ins Ungewisse, sondern ein planbares Projekt mit festem Ablauf. Alle Daten kommen mit, der Stichtag ist frei wählbar, und nach ein bis drei Monaten arbeitet Ihr Betrieb in einem System, von der Prüfung bis zur E-Rechnung. Die E-Rechnungspflicht 2027 ist dafür ein guter Anlass.
Sie möchten wissen, wie das in Ihrem Betrieb aussehen würde? In 30 Minuten zeigen wir Ihnen, wie Ihre Abläufe in GUEPARDO laufen würden, und sagen Ihnen ehrlich, ob sich ein Wechsel für Sie lohnt. Jetzt kostenlose Erstberatung buchen oder anrufen unter +49 281 147977-0.
Prüfen, dokumentieren, abrechnen – in einem System
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